Content-Marketing: Was bringt es wirklich?

Content-Marketing ist in aller Munde und in vielen Unternehmen, ob klein oder groß, angekommen. Geschäftsführer, Presse- und Marketingabteilungen werkeln in Eigenregie an der geeigneten Strategie oder beauftragen externe Profis. Ob und wie konkret die Kommunikationsmaßnahmen von Erfolg gekrönt sind, vermögen aber nur die wenigsten Unternehmen zu beantworten, wie die Studie „Content Marketing in Deutschland – Was bringt es wirklich?“ zeigt.

„Ich weiß nicht“ oder „nicht bekannt“, das sind die relativ häufigsten Antworten der Studie „Content Marketing in Deutschland – Was bringt es wirklich?“ . Die Umfrage, die in Zusammenarbeit mit der Agentur Kammann Rossi und der School for Communication and Management entstanden ist, geht der Frage nach, inwieweit Unternehmen ihre Kommunikationsmaßnahmen auch auf Erfolg überprüfen. Wie steht es um die Leadgenerierung, Gewinnung von Kunden, Fans und Followern, Image, Absatz et cetera? Kurzum: Was kommt heraus, wenn Unternehmen in Deutschland Content-Marketing betreiben?

Die Conclusio vorweg: Content-Marketing lohnt sich! Die Mehrzahl der 101 Teilnehmer beantwortete alle Fragen nach den Erfolgen durch Content-Marketing für ihr Unternehmen positiv. Auffällig sei jedoch, so die Autoren, dass zentrale Kanäle für Content-Marketing, wie beispielsweise der Corporate Blog, nicht genutzt werden. 23,2 Prozent der Befragten geben an, keine Ahnung zu haben, ob die Besucherzahlen ihrer Website gestiegen sind. Zudem wissen 13,4 Prozent nicht, inwieweit sich das Unternehmens-Image durch Content-Marketing verbessert hat. Besonders erschreckend: Eines der zentralen Ziele von Content-Marketing, nämlich den Absatz von Produkten oder Dienstleistungen zu steigern, scheint bei fast einem Drittel der Befragten nicht von Belang zu sein. 27,7 Prozent können keine direkte Verbindung zwischen Content-Marketing-Maßnahme und Absatz herstellen.

Ich weiß nicht, ob diese 27,7 Prozent es wissen, aber sie verbrennen bares Geld und lassen Chancen einfach verstreichen. Statt herauszufinden, wer sich für ihre Geschichten interessiert und mit welchen Kunden es sich lohnt, Kontakt aufzunehmen, verzichten die Unternehmen auf Leadgenerierung. Ein Jammer: Nutzwertige, informierende und unterhaltende Inhalte werden mit Hingabe und viel Geld produziert – aber wahrscheinlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Was es braucht, ist die Etablierung von Messmöglichkeiten. Und vor allem eine Strategie, welche Ziele Unternehmen mit Content-Marketing überhaupt erreichen wollen.

 

 

Foto: go2 / photocase.de

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