Das ist die Generation X

Sie ist die Sandwich-Generation zwischen den sicherheitsliebenden Babyboomern der Nachkriegszeit und den digital geprägten Millennials: Die Generation X. Oftmals übersehen, stellen wir die herangereifte, einstige „Grunge-Jugend“ im zweiten Teil der Serie „So ticken die Generationen“ in einem Steckbrief vor.

Definition:

 

Name: Generation X

Geburtstag: 1965–1976

Familienstand: 70 Prozent der Generation X leben in einer Ehe. Dennoch legt ein Großteil der Xer keinen Wert auf traditionelle Familienrollen. So haben bei der Generation auch die Männer im Familienleben eine wichtige Funktion. Kein Wunder, dass 80 Prozent dieser Zielgruppe der Ansicht sind, dass die Herren in der Kindeserziehung genauso begabt sind, wie Frauen. So oder so: Die Generation X verliert sich nicht im Eltern sein, sondern denkt auch gerne mal an sich selbst.

Bildung: Das Bildungsniveau der Generation gilt als recht gut. Xer haben oft einen Hochschulabschluss.

Beruf: Karriere hat für die Generation X nicht die alleroberste Priorität. Viel wichtiger ist den 41- bis 52-Jährigen eine gute Work-Life-Balance. Auch die Job-Zufriedenheit spielt für sie eine deutlich größere Rolle als ihre derzeitige Karrierestufe. Deshalb sind gelegentliche Unternehmenswechsel für sie selbstverständlich – die Generation X ist eben flexibel und setzt nicht auf den einen lebenslangen Arbeitgeber.

Hobbys: Die Angehörigen der Generation X waren die ersten, die einen Großteil ihrer Freizeit mit Fernsehen oder Video- und Computerspielen verbracht haben. Bei Einigen ist das noch heute so. Doch auch Sporttreiben ist ein beliebtes Hobby.

Gesundheit: Gesundheit nimmt für die Zielgruppe einen hohen Stellenwert ein. Dazu zählen nicht nur gesunde Ernährung und Sport, sondern auch eine bewusste Steuerung beziehungsweise die Herabsenkung des Stresslevels.

Kapital: An Geld mangelt es nicht: Die Generation X hat eine stärkere Kaufkraft als alle anderen Generationen. Fast noch interessanter ist aber, dass auch beim Einkommen die klassischen Geschlechterrollen nicht mehr zählen. Immerhin sind 60 Prozent der Frauen in der Zielgruppe die Hauptverdiener oder haben zumindest ein ähnlich hohes Gehalt wie ihre Partner.

Kaufverhalten: Das Konsumverhalten der Xer gilt als recht ausgeprägt. Vor einem Kauf wird das Produkt allerdings mittels Internet-Bewertungen ausgiebig überprüft. Dennoch: Die Generation X ist auch für klassische Anzeigenwerbung empfänglich.

Stellenwert von Statussymbolen: Den Angehörigen der Zielgruppe ist es egal, was andere von ihnen denken – beeindrucken möchten sie jedenfalls niemanden. Deshalb müssen sie auch nicht mit Statussymbolen wie Uhren oder Autos protzen. Tatsächlich steht bei der Kaufentscheidung für Letzteres vor allem die Kompatibilität mit ihrem derzeitigen Lebensstil im Vordergrund.

Immobilien: Investitionen in Immobilien scheinen ein Großteil der Xer für sinnvoll zu halten – immerhin liegt der Anteil von Haus-Eigentümern bei 82 Prozent.

Markenbindung: Die Treue der Generation X zu ihren Lieblingsmarken ist groß. Entsprechend häufig wird zur gleichen Marke gegriffen – auch wenn dafür mehr gezahlt werden muss.

Mediennutzungsverhalten:

 

Wie lange wird Online-Content konsumiert? (Aufgeführt sind die drei häufigsten Antworten.)

5 bis 10 Stunden pro Woche


über 20 Stunden pro Woche


5 Stunden pro Woche

 

Wann wird digitaler Content konsumiert?

zwischen 20 Uhr und 23.59 Uhr


zwischen 9 Uhr und 11.59 Uhr


zwischen 12 Uhr mittags und 14.59 Uhr


 

Bevorzugter Content:

Blogs
Bilder
Kommentare


Bevorzugte Artikellänge:

300 Wörter


mehr als 500 Wörter


400 Wörter.


 

Bevorzugtes Genre:

Unterhaltung


gesund leben


Welt-Nachrichten

 

Größte Content-Phobien vor:
White Papers (z.B. Fallstudien) klicken die Wenigsten an. Dicht gefolgt von Webinaren und SlideShares.

White Papers
Webinare
SlideShares


Bevorzugte Endgeräte (für Content-Konsum):
Die Generation X bevorzugt klassische elektronische Geräte.

Laptop


Desktop


Smartphone

 

Bevorzugte Soziale Netzwerke (um Inhalte zu teilen):

Facebook


Youtube


Twitter


Bevorzugte Kommunikationskanäle (um über Produkte zu sprechen):

Textnachrichten


Social Media


Instant Messaging

 

Teilungsvorlieben für visuelle Inhalte:

Bilder


Videos


Memes

 

Teilungsphobie für:

Parallax-Webseiten, also Websites deren Ebenen und Elemente sich unterschiedlich schnell bewegen, teilt niemand (0 %). Fast genauso unbeliebt sind Erklärvideos und Flipbooks (beide 1 %).

Parallax-Webseiten


Flipbooks


Erklärvideos

Fazit

Tatsächlich wird die Generation X zwischen den wohlhabenden Genießern der Babyboomer und den ersten Digital Natives, den Millennials, oftmals übersehen. Ein Fehler. Schließlich zählen weltweit über zwei Milliarden Menschen zur Generation X – diese Zahl dürfte für Marketer doch schon spannend genug sein. Ein besonderes Potential bieten die Angehörigen der Generation X zudem deshalb, weil sie zwar im analogen Zeitalter aufgewachsen sind, sich der Digitalisierung aber durchaus angepasst haben. Das Ergebnis: Die Xer haben für klassische Medien (vor allem Radio und TV) ebenso ein Faible wie für digitalen Medien. Die Generation ist also flexibel und denkt nicht nur in schwarz oder weiß – das macht die Möglichkeiten für Werbetreibende umso vielfältiger.

 

* In den Steckbrief sind die Ergebnisse folgender Studien eingeflossen:

  • „Gen X Today: My Life. My Way”(Viacom International Media), 2016
  • „The Generational Content Gap“ (Fractl/Buzzstream), 2015
  • „Goldman Sachs Global Investment Research“ (Goldman Sachs), 2015

 

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