Blog-Jahresrückblick mit dem einzig wahren Storyteller

Wir können es selbst kaum glauben: Der Superstar in der Tannenforstbranche und Schornsteinfegerinnung kennt unseren Blog! Die Rede ist – natürlich – vom Weihnachtsmann! Wir haben ihn um einen Jahresrückblick auf unsere Artikel gebeten. Am Ende einigten wir uns sogar auf eine Geschenkaktion für alle Newsletter-Abonnenten.

Weihnachtsmann, weißt du, weshalb wir dieses Interview mit dir führen wollten und nicht mit dem Christkind?

Jugendschutz?

Scherzkeks. Nein: Weil es das Christkind in echt gibt. Du hingegen warst Werbefigur von Coca-Cola (oder ist „Coke“ die Eigenschreibweise?), bevor sich dein Erfolg verselbstständigt hat.

I wo, verselbstständigt! Ich habe mich einfach selbstständig gemacht.

Wie auch immer: Du kennst die Unternehmersicht, und weil wir Unternehmensmedien machen, bist du für uns der bessere Interviewpartner als das Christkind.

Dann weiß ich noch einen Grund.

Nämlich?

Ich bin ein Storyteller. Und für Storytelling in Texten und das Geschichtenerzählen in der Fotografie werbt ihr in eurer Agentur ja beständig.

Wir werben nicht; wir machen …

… Unternehmenskommunikation mit journalistischen Mitteln, ich weiß. Ich will ja auch nur sagen: Ihr setzt euch dafür ein, dass Unternehmen in der Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern auf Storytelling statt Werbung setzen. Auf Personen statt Produkte. Auf Emotionen statt Nüchternheit. Auf Informationen statt Worthülsen. Auf Nutzwert statt Eigenlob. So wie ich selbst eine personalisierte Cola-Dose bin.

Sozusagen.

Ja, sozusagen. Mit diesem Blog hier macht ihr ja auch so etwas: Ihr wollt Tipps aus der Praxis und rund ums Magazinmachen geben, ohne explizit über euch selbst zu sprechen. Ihr habt zum Beispiel auf eurem Blog nirgends erwähnt, dass ihr mit eurer Agentur fünf Fox-Awards für drei Kunden- und Mitgliedermagazine gewonnen habt. Stattdessen habt ihr Award-Initiatorin Pia Dahlem zu den Trends im Content-Marketing interviewt und Designprofi und Jurymitglied Rüdiger Quass von Deyen zu den Trends in der Gestaltung von Magazinen befragt. Das sind viel hilfreichere, nutzwertigere und lesenswertere Artikel als die Pressemitteilung, die parallel dazu auf eurer Agenturwebsite erschienen ist, …

… die es aber natürlich auch braucht im Content-Marketing. Blogs sind für uns eine von vielen Möglichkeiten im Corporate Publishing. Neben Print- und Onlinemagazinen zum Beispiel. Für uns war es deshalb nur logisch, mit einem eigenen Unternehmensblog mit gutem Beispiel voranzugehen. Ein Magazin ist auch in Arbeit.

Wann erscheint das?

Im Frühjahr. Wann genau, das erfährst du – wenn du willst – in unserem Newsletter (eine Form der Kommunikation, die übrigens wieder ziemlich gefragt ist).

Dann melde ich mich gleich mal an. Aber ich hoffe, ihr zügelt euch.

Hä?

In der Sprache.

Wie bitte?

Wäre ich der Nikolaus, würde ich jetzt Knecht Ruprecht vortreten lassen, damit er dir mit seiner Rute den Hintern versohlt. Oder wie du sagen würdest: den Arsch.

Warum das denn?!

Wegen der Sache mit dem Klopapier und der Zielgruppe! Was ist das denn für eine unflätige Wortwahl gewesen?

Da ging es doch nur darum, dass sich selbst Klopapierhersteller Gedanken um ihre Zielgruppe machen – genau wie Magazinmacher. Sonst kauft – oder liest – das keiner.

Das geht aber auch weniger vulgär. Habt ihr ja selbst bewiesen: in einem zweiten Artikel über Zielgruppen und wie man sie findet mithilfe der Sinus-Milieus.

Ich verstehe zwar, dass du es lieber gesittet hast, aber wir werden auf passende Wortwahl in Titeln nicht verzichten können. Überschriften und Vorspänne regen nun mal zum Lesen an. Bei dir hat es ja offensichtlich auch funktioniert. Aber wenn dir dieser Artikel nicht so gefallen hat: Was liest du denn dann lieber?

Also, ich fand ja den Artikel über Infografiken im Content-Marketing toll. Weil da ein Bart drauf war. Der war fast so schön wie meiner. Ansonsten lese ich gern Artikel über Fotografie – ich werde ja selbst ständig fotografiert. Wobei ich mit Fug und Recht behaupten kann, dass ich nicht solche Schwierigkeiten mache wie Facebook-Managerin Sheryl Sandberg.

Welche Artikel über Fotografie haben dir am meisten geholfen?

Zum einen das Interview mit Bildredakteurin Vivian Balzerkiewitz über die Arbeit in einer Bildredaktion. Ich muss gestehen: Auch ich dachte, dass jeder Mensch einigermaßen gute Fotos hinbekommt. Eine Kamera hat heutzutage ja schließlich jeder. Dass so viel mehr dahintersteckt und dass sogar die Wahl des Fotografen eine Rolle spielt – je nach Termin –, das hätte ich nicht gedacht.

Es ist ein eigener Beruf …

Richtig, das ist mir jetzt auch bewusst geworden. Zum anderen hat mir der Artikel geholfen, in dem es um das Fotografennetzwerk Blink ging und wie Profis aus Agenturen es nutzen. Ich bin ja auch ständig weltweit unterwegs. Wenn ich also mal einen Fotografen für meine Unternehmenskommunikation brauche, dann weiß ich jetzt, wo ich geeignete Fotografen finden kann.

Du machst Unternehmenskommunikation?

Klar, seit es mich gibt. Von Januar bis Oktober langweile ich mich zu Tode. Da habe ich genug Zeit für so was. Einen Blog habe ich zum Beispiel auch. Momentan bin ich bei der Arbeit zwar zu sehr eingespannt und lasse Journalisten für mich schreiben – das würde ich sonst zeitlich nicht hinbekommen. Aber ein Blog ist ein tolles Dialoginstrument, auch für den Mittelstand. Ich kenne das nur zu gut, was Heike Eberle in eurem Interview übers Bloggen sagt: „Ich muss heute nicht mehr in die Kaltakquise gehen. Ich bin sozusagen von der Kundenjägerin zur Sammlerin geworden. Teilweise kommen so viele Anfragen, dass wir gar nicht alle bearbeiten können.“

Der Blog läuft also gut?

Sehr gut sogar; er bringt mir Aufträge in Massen. Ich habe die Absprungrate meines Blogs analysiert, und sie ist sensationell. Mit zwanzig bis vierzig Prozent betreibe ich laut Quicksprout sogar eher einen Onlinehandel als einen Blog. Na ja, in gewisser Weise stimmt das ja sogar.

Verrätst du uns die Internetadresse?

Damit ihr ihn kritisiert wie das Content-Marketing im Ikea-Katalog? Vergiss es.

Kritik gehört dazu, und außerdem war sie konstruktiv!

Ich weiß, aber ich bin da empfindlich – bei all der Kritik, die ich einstecken muss, wenn jemandem ein Geschenk nicht gefällt …

Ach so. Ja, kann ich verstehen. Du Armer.

Ja.

(betretenes Schweigen)

Ich habe eine Idee!

Und die wäre?

Wir haben gerade Kalender mit Notizbuch an unsere Mitarbeiter und Kunden verschickt. Wie wäre es, wenn wir allen, die das gerade lesen, auch einen schicken? Voraussetzung: Sie erklären sich bereit, dass wir sie in unseren Newsletterverteiler aufnehmen. Das wiederum ist nämlich wie ein Geschenk für uns. Und du bringst ihnen die Kalender dann vorbei. Ich glaube nicht, dass da dann Kritik kommt.

Au ja! Ich sammle die Adressen?

Einfacher: Wer einen Kalender haben möchte, schickt eine E-Mail und seine Postadresse an blog@publish-medien.de. Unter allen bisherigen Abonnenten verlosen wir weitere fünfzig Stück, sofern sie uns bis 31. Dezember 2016 noch einmal eine E-Mail mit ihrer Postadresse schicken.

Tolle Aktion! Und die Kalender bringe ich dann im Januar überall hin! Damit ich mal nicht vor Langeweile sterbe! Ich komme sogar nach Alaska! Und in die Türkei! Und nach Spanien! Als Wiedergutmachung für eure Schmähkritik am Trikot der spanischen Nationalmannschaft!

Alaska? Türkei? Spanien? O Gott, nein! Nur Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wir sind zwar für ein Onlineportal auch international tätig und rollen Magazine auch international aus, aber die Geschenkaktion müssen wir leider örtlich begrenzen.

Pfff, wo ist dieser Knecht Ruprecht, wenn man ihn mal braucht?

 

Unser Blog verabschiedet sich in die Weihnachtsferien. In Kalenderwoche zwei sind wir wieder da, mit neuen Themen rund ums Content-Marketing und Corporate Publishing. Bis dahin: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2017!

 

Titelfoto: olly / Adobe Stock


Porträt des Weihnachtsmanns mit echtem Rauschebart und Mütze mit Fell und Bommel.

Zur Person:

Der Weihnachtsmann hat einen begehrenswerten Job: Ab dem 27. Dezember hat er rund zehn Monate Feierabend. In der restlichen Zeit schlägt die Arbeit jedoch mit voller Wucht zu. Der Job des Weihnachtsmanns besteht darin, anderen Menschen eine Freude zu machen. Größere Bekanntheit erlangte der rundliche Mann mit weißem Rauschebart, als er in den 1930er-Jahren bei Coca-Cola anheuerte. Den Konzern verließ er jedoch in den 1960er-Jahren wieder – Gerüchten zufolge, weil er durch den Konsum von zu viel Limonade dick geworden war. Der US-Konzern arbeitet seitdem mit Laien und zahlt an den echten Weihnachtsmann eine Lizenzgebühr. Daneben hat der Weihnachtsmann eine Merchandise-Serie mit Weihnachtsmännern aus Schokolade und rot-weißen Weihnachtsmannmützen. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf finanziert er Geschenke und bezahlt seine Büromiete am Nordpol.


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